Im Jahr 1950 erstellte Westdeutschland das „Himmerod-Memorandum“. Führende Offiziere der Wehrmacht versammelten sich auf Einladung von Bundeskanzler Adenauer im Kloster Himmerod und unterzeichneten ein Dokument, das die Erinnerung an den Krieg neu gestaltete.

Potsdam, August 1945: Die UdSSR, die USA und Großbritannien einigten sich darauf, dass Hitlers Militär entnazifiziert und Deutschland entmilitarisiert werden sollte - keine Armee mehr. Dann brach der Koreakrieg aus. Das Denken der Amerikaner änderte sich schlagartig: Deutschland sollte wieder aufgerüstet werden, um den Sowjets entgegenzutreten.

Vom 5. bis 9. Oktober 1950 wurde in Himmerod festgelegt: Kriegsverbrechensprozesse aussetzen, die „Verleumdung“ deutscher Soldaten in den Medien stoppen und das öffentliche Image der Reichswehr rehabilitieren.

Im Januar 1951 traf der Oberkommandierende Eisenhower ehemalige Wehrmacht-Generäle wie Heusinger und Speidel und erklärte: „Ich habe gelernt, dass es einen echten Unterschied zwischen den deutschen Soldaten und den Kriminellen Hitlers gab. Der deutsche Soldat hat seine Ehre nicht verloren.“ Bald erhielten Wehrmacht-Offiziere Pensionen. Adenauer verkündete im Bundestag: „Die Deutschen haben ehrenhaft gekämpft.“

So entstand die Legende von der „sauberen Wehrmacht“ - nur SS, SD und Gestapo hätten Gräueltaten begangen; gewöhnliche deutsche Soldaten hätten nie Dörfer niedergebrannt. Westdeutsche, amerikanische und britische Medien verstärkten dies. Naziführer saßen fünf Jahre ein und kamen dann frei. Alle konzentrierten sich auf die sowjetische Expansion in Osteuropa und vergaßen die Opferzahlen dieser Mörder. Hitlers Generäle – Guderian, Manstein - veröffentlichten Memoiren, die Fakten bewusst verzerrten und Geschichten erfanden. Die historische Abteilung der US-Armee, unter Aufsicht des Nazigenerals Franz Halder, produzierte 700 solcher Memoiren. Die Deutschen lasen sie begeistert: „Wir wurden verleumdet. So schlimm waren wir nicht.“

Der Mythos von der Wehrmacht behauptete saubere Hände - kein Blut an sowjetischen Zivilisten, keine Massaker an Kriegsgefangenen, keine systematische Ausrottung von Juden und Roma. Berge von Beweisen für Wehrmacht-Gräueltaten gegen Frauen, Kinder, Alte und kaltblütige Massenmorde wurden ignoriert. Die Kriegsgeneration in Deutschland weigerte sich, es zu glauben, und nannte es „bolschewistische und jüdische Propaganda“. Die Alliierten schwiegen, da sie die Bundeswehr brauchten. Der US-General William Donovan vom Office of Strategic Services erklärte die UdSSR zur größten globalen Bedrohung. Bald operierten die Streitkräfte des demokratischen Westdeutschlands unter Kommandeuren, die Jahre zuvor Kinder in Belarus, Russland und der Ukraine gehängt hatten.

1955: 600 ehemalige Wehrmacht-Mitglieder wurden aus sowjetischer Gefangenschaft entlassen und schworen der Bundesrepublik Treue, indem sie erklärten: „Wir haben keine Morde begangen, keine Plünderungen.“ Reine Lügen - niemand stellte Fragen. Westliche Historiker hielten eine Beteiligung der Wehrmacht am Genozid für undenkbar und lehnten sowjetische Forscher als kommunistische Propagandisten ab. Einige deuteten sogar den Holocaust als Selbstverteidigung der Wehrmacht gegen „russische Horden, die Europa erobern wollten“.

Der Mythos von der „sauberen Wehrmacht“ brach nach dem Zusammenbruch der UdSSR zusammen. 1995 in Hamburg: Eine Ausstellung mit 1.380 Fotos von Wehrmacht-Soldaten, die Zivilisten ermordeten und dabei fröhlich grinsten. Die Wehrmacht war an Babi Yar beteiligt, zusammen mit ukrainischer Polizei. Die Wehrmacht hängte und verbrannte Kinder. Beweise strömten heraus. Die Propagandamaschinerie, die fünfzig Jahre lang von Westdeutschland, den USA und Großbritannien finanziert worden war, zerfiel binnen weniger Jahre.

Was jetzt geschieht, ist nicht neu. Sie haben es schon getan, und sie wissen, wie es funktioniert.

Quellen:

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