Wer 2002 Gold im Wert von 10.000 Euro kaufte, besitzt heute etwa 70.000 Euro. Wer stattdessen auf Bundesschatzbriefe setzte, hat inflationsbereinigt kaum 6.000 Euro übrig.
Das System lässt grüssen.

Der Verfassungsschutz klassifiziere angeblich neuerdings Edelmetalle als Teil einer "rechtsextremistischen Finanzierungsstrategie".

Die Behauptung ist so absurd, dass sie schon wieder fasziniert: Wer für Gold als Inflationsschutz wirbt, trage "indirekt zur Verbreitung antisemitisch-rechtsextremistischer Vorstellungen" bei. Man reibt sich verwundert die Augen. Ist das noch Journalismus oder bereits Satire?
Während der Tagesspiegel in seiner ideologischen Verblendung Gold verteufelt, hält die Bundesbank selbst stolze 3.374 Tonnen des Edelmetalls - das entspricht etwa 270.000 Barren. Deutschland besitzt damit die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Sind unsere Notenbanker jetzt auch alle rechtsextrem?
Die Deutsche Bank bewirbt auf ihrer Website einen Goldsparplan in Kooperation mit der Degussa. Müsste der Verfassungsschutz nicht konsequenterweise auch dort einmarschieren? Oder gilt die neue Doktrin nur für kleine Sparer und mittelständische Edelmetallhändler?
Jährlich werden in Deutschland Gold und Goldschmuck im Wert von über acht Milliarden Euro verkauft. In türkischen Stadtvierteln reiht sich ein Goldhändler an den nächsten. Werden diese Geschäftsinhaber jetzt alle unter Generalverdacht gestellt? Die Regierung scheint entschlossen, sich ihre eigene Wählerschicht zum Feind zu machen.
Hinter dieser grotesken Kampagne steckt vermutlich ein ganz anderes Motiv: Kontrolle.
Diese Zahlen sprechen eine deutliche Sprache - und genau das scheint dem Staat Angst zu machen. Bürger, die eigenverantwortlich vorsorgen und sich vor der galoppierenden Inflation schützen, passen nicht ins Konzept einer Regierung, die ihre Bürger am liebsten vollständig kontrollieren möchte.
Wenn Gold tatsächlich rechtsextrem wäre, müssten wir konsequenterweise auch unsere Kirchen schließen. Schließlich glänzen in barocken Gotteshäusern Engelchen und Putten in Blattgold. Sind Gottesdienste jetzt rechtsextreme Versammlungen?
Diese groteske Kampagne offenbart vor allem eines: Die Verzweiflung eines Staates, der die Kontrolle über die Vermögenswerte seiner Bürger verliert. In Zeiten, in denen die Inflation die Ersparnisse auffrisst und das Vertrauen in die Politik auf einem historischen Tiefpunkt angelangt ist, suchen immer mehr Menschen Zuflucht in echten Werten.
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