Das neue Altersvorsorgedepot wird als Riester-Befreiungsschlag verkauft, ist aber Riester mit ETF-Maske und Staatskontrolle. Bei 1.800 Euro Eigenbeitrag und 2 Kindern winken 1.140 Euro Zulagen: 540 Euro Grundzulage plus 600 Euro Kinderzulagen - das sind 63% Zuschuss auf den Eigenbeitrag, aber nur knapp 39% des Zuflusses von 2.940 Euro. Das Geld ist konditioniert: zertifizierte Produkte, Risikoklassen, eingeschränkter Zugriff, nachgelagerte Besteuerung, Auszahlungsregeln unter Staatsaufsicht.
Bei Auszahlung wird der komplette Betrag, Ihr eigenes Geld eingeschlossen, mit dem dann gültigen persönlichen Einkommensteuersatz versteuert. Gerät ein ETF in volatilen Phasen in eine höhere Risikogruppe, droht Zwangsliquidierung genau dann, wenn man halten oder nachkaufen sollte. Das Geld ist bis zum Rentenalter weggesperrt. Vorzeitiger Zugriff? Förderschädlich mit Rückzahlung aller Zulagen plus Strafen. Wer ins Nicht-EU-Ausland zieht, erlebt den Totalverlust: Nachversteuerung, Verlust der Zulagen und Zwangsauflösung zu schlechtesten Bedingungen.
Nur 30% dürfen als Einmalzahlung raus, 70% müssen als lebenslange Rente fließen. Vererbung an die Kinder? Fehlanzeige. Stirbt man vorher, ist das Kapital meist weg. Trotz Kostendeckel von 1% deutlich teurer als ein normales ETF-Depot.
All diese Fallen sind jedoch nur Details. Der Kern ist die totale Abhängigkeit: Der Staat kann die Regeln jederzeit einseitig ändern - höhere Steuern, neue „Solidaritätsabgaben“, Zugriffsrechte in der Krise oder verschärfte Bedingungen. Es ist Ihr Geld, aber unter staatlicher Hoheit.
Während die Klugen längst das Kapital aus staatlicher Reichweite heraus ins Ausland retten, weil ein überschuldeter Staat im Ernstfall über Sonderabgaben, Vermögensabgaben, Kapitalverkehrskontrollen oder mit Hilfe von Kriegsanleihen auf privates Barvermögen zugreifen kann, überlegen andere ernsthaft, ihr Geld freiwillig in noch engere staatlich regulierte Verträge einzusperren. Absurd.